Ja nee
Schiff ahoi! Klar machen zum ändern!

FBI spioniert Bürger *unabsichtlich* aus

10 März 2007 von Konrad Mohrfeldt

Wahnsinn,
Robert Mueller, FBI Chef. Quelle: tagesschau.de
so mancher Politiker muss seine Wähler bzw. Nichtwähler wahrlich für *end*-debil halten. Praktisch taub, stumm, blind und haarwurzelabwärtsquerschnittsgelähmt. Anders ist zumindest ein Kommentar von Alberto Gonzales, dem US-Generalstaatsanwalt, nicht wirklich zu deuten. Folgender Sachverhalt:

Auf einer Pressekonferenz hat der amtierende FBI Chef Robert Mueller eingeräumt, dass man über einen längeren Zeitraum deutlich mehr Bürger heimlich überwacht hat, als bisher angenommen wurde. Unter anderem wurden E-Mail Kontakte, Telefongespräche und Informationen zu Kontobewegungen abgegriffen, mit dem Hinweis der Ermittler auf “dringliche Umstände”, so tagesschau.de. Das Problem bei der Sache: Solche “dringliche[n] Umstände” gab es nie. Nachfolgend kann man dann das alte Spiel beobachten. Es gibt reihenweise Entschuldigungen, Ankündigungen von Untersuchungen und, und, und. Besonders amüsant ist aber letztendlich der Kommentar von Alberto Gonzales.

“Es gebe keine Entschuldigung für die Fehler, die begangen worden seien, auch wenn es sich nicht um Absicht gehandelt habe, sagte er.”

Ja wie?! Man kann jetzt schon unabsichtlich Leute ausspionieren? Vielleicht sollte man sich bei solch einem Malheur angewöhnen, direkt den vermeintlichen Terroristen aufzusuchen und sich für das Missverständnis entschuldigen. Das könnte z.B. so gehen:

“Guten Tag Herr Terrorist. Ich bin Herr Sowieso und möchte mich bei Ihnen entschuldigen. Ich habe Sie leider völlig unabsichtlich (ich weiß nicht, wie mir geschah) tagelang observiert und ausspioniert. Das tut mir aufrichtig leid. Ich mache jetzt mit meiner Arbeit weiter.”

Nicht? Das wäre falsch? Ich finde das super. Ich soll mich ja auch für Dinge entschuldigen, bei denen ich anderen Unrecht tue. Egal ob nun unabsichtlich, oder nicht. Völlig legitim, ja sogar lobenswert wäre das!

God bless America!

Veröffentlicht in Politik & Überwachung | Diesen Artikel drucken

Senap dazugeben