Deutsche Gedenkkultur zum Widerstand im Zweiten Weltkrieg
Wer fällt uns da ein? Richtig, der Stauffenberg. Den findet auch der Oettinger gut, der übrigens auch den Filbinger gut findet(Klick). Deswegen find ich weder den Oettinger, noch den Filbinger aber auch irgendwie nicht den Stauffenberg gut. Soweit klar?
Gut, der Stauffenberg. 20. Juli; sagt uns was. OK. Gut, der Elser. 8. November; sagt uns was. Eher nicht? Kein Problem.
Ein bisschen was zu beiden erzähle ich in einer Arbeit, die ich als Klausurersatzleistung geschrieben habe. Das Ende der Arbeit bildet ein Vergleich zwischen den beiden. Ich stell das jetzt mal als PDF online und kann mich vielleicht über die eine oder andere Diskussion freuen.
Für Kritik bin ich offen völlig offen. Eines aber vorweg: Die ganze Reihe von taz-Artikeln zum Vergleich sind durchaus gerechtfertigt, wenn man die “heutige Sicht”, auf die man eingehen sollte, denn auch als linke mal zulässt.
Gehabt euch wohl,
der Konrad
Eines noch: Diese Arbeit erhebt natürlich keinen Anspruch auf irgendeine wissenschaftliche Qualität. Kann sie wahrscheinlich bei der Verwendung von Wikipedia (das war natürlich (!) nicht die einzige Quelle) ohnehin nicht!
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10. Oktober 2007 at 22:14
ich meld mich ma zu wort^^
bezüglich deiner arbeit dort:
also erstmal muss ich sagen die arbeit ist sehr gut gelungen, vorallem reltiv komprimiert was ich jetzt von meiner z.b. nicht behaupten kann^^
aber ich finde, dass über die “normale färbung” textes hinaus (die sicherlich bei jedem von uns zu finden ist und ich mich auch absolut nicht davon frei machen kann) die beschreibung von Stauffenberg doch vllt ein tick zu einseitig ist
also wenn ich meinen quellen glauben kann (die auch von der “linken” seite sind, zwecks^^ buch von DDR-historiker usw (was natürlich prinzipiell nichts heißen mag)) gibt es bei ihm doch eine art “konflikt” zwischen regimetreue und dem streben auf das ende des krieges der finde ich nicht so differentiert dargestellt ist
dies ist nur ein kommentar für konstruktive kritik um die arbeit vllt noch zu verbessern^^
dazu muss ich sagen, ich beziehe mich auf allein meine quellen, die sicherlich ein anderes bild vermitteln als die die du benutzt hast, deswegen vllt auch die unterschiedlichen schlüsse aus den gegeben Fakten
Basti
12. Oktober 2007 at 11:17
Ehrm,
der Konflikt zwischen Regimetreue und dem Streben auf Beendigung des Krieges. Ja. Äh, Den Konflikt bezüglich der Regimetreue habe ich (zugegebenermaßen) nur angerissen. Und zwar hier: Der Tod von
Hitler hätte die Soldaten außerdem von ihrem Führereid
entbunden, was nicht unmaßgeblich ist, denn selbst
Stauffenberg fühlte sich zeitweise noch an diesen gebunden.
Was das Streben auf ein Ende des Krieges angeht, sehe ich nur, dass Stauffenberg mit der Kriegsführung nicht wirklich einverstanden war und vielleicht ein, zwei Probleme mit der Judenvernichtung gehabt hat (aber das auch nur minimal, denn er hat ja schließlich, wie in der Arbeit erwähnt, auch von einer “Judenfrage” gesprochen). Und ich bin ganz ehrlich: Diese Eidtreue ist doch bescheuert. Entweder man hat ein Problem mit Hitler (ich hab eins ;D), oder man hat keins. Logische Folgerung meines Handelns: Ich tu was gegen den Mann oder nicht. Diese Eid-Palaber rechtfertigt mir zu viel und so richtig züchtigen tut das auch nicht. Sonst würden sich unsere BW-Soldaten (merke: Eid auf die Verfassung) sich nicht mit gefundenen Knochen schmücken ;).
Aber ich schau mir das noch mal an und werde an der ein oder anderen Stelle wohl etwas nachhaken. Mir sind beim Überfliegen neben so manchem Interpunktionsfehler auch noch ein paar inhaltliche Ungenauigkeiten aufgefallen. Mal schaun.
13. Oktober 2007 at 14:39
bezüglich Soldateneid:
ich finde es ist einfach gesagt das es “bescheuert” ist, aber ich denke das man das nich so einfach sagen kann
sachen wie pflichtgefühl usw sind genauso subjektiv wie Stolz bzw. Nationalstolz (was du ja selbst sagst) und damit is halt schlecht argumentieren
und ich glaube das man schon im zwiespalt stehen kann wenn es um verrat geht was es im endeffekt ja war, ungeachtet dessen das es um verrat an hitler ging sondern allgemein, und sagen nach dem motto “einfach machen” is nich
jeder von uns hat bestimmt schonmal im zwiespalt gestanden (natürlich kann man das absolut nicht vergleichen wegen dimensionen usw)
trotzdem kann man wegen dem eid natürlich keine aktionen und taten rechtfertigen das ist richtig und das will ich ganicht
zunm zweiten bezüglich Judenfrage
Also, ich sage gleich im vorhinein:
ich spreche jetzt über nicht über meine eigene meinung sondern zur (versuchten) richtigen darstellung der fakten
man muss nämlich differenzieren weil es ging vor dem dem Befel vom 31.Juli 1941 (Befehl von Göring an Heydrich (vermutlich aus mündlichen befehl von hitler aus) die “Endlösung der Judenfrage” zu organisieren, woraufhin sich Wannsee usw anschlossen) “nur” um die aussiedlung von juden usw. und zur errichtung von “reservaten” (ja sehr makarber und perfide)
es gibt keine stichhaltigen und schriftlichen quellen (wenn man jetzt mal von Mein Kampf absieht) die stützen das vor Juli 1941 vom Staat kontrollierte massenvernichtung angestrebt wurde (zweifelsfrei gab es massenmorde seitens der Wehrmacht und SS die aber eher auf “eigeninitative” der mittleren dienstränge und der generalität und der einfachen soldaten (bei ihnen vorallem durch die indoktrinierung in den vorkriegsmonaten das z.b. die poln. Bev. gschlossen Partisanenaktonen durchführen wird) ohne instruktion seitens der ns-führung (aber mit deren billigung) gab)
daher kann man nicht sagen stauffenberg hat nur ein minimales problem mit der judenvernichtung gehabt, ich denke, dass stauffenberg (vllt durch erziehung oder indoktrinierung) juden verabscheute aber trotzdem nicht daran gedacht hatte einen Genozid an ihnen auszuführen was ja nach dem Befehl Görings an Heydrich (SS-Offizier und Stellvertretender Reichsprotektor von Böhmen und Mähren) so geschah
ich hab keine zeit mehr weiter zu schreiben vllt können wir nochmal in der schule diskutieren
und ich bekomm den übersichtsrappel hier bei dem kleinen fenster^^