Schlüssel raten
Irgendetwas sagt mir, dass die Anzahl der durchzuprobierenden Nummern stark eingeschränkt werden kann. Aber was nur…
GO *#!$ YOURSELF
Entwurf des Koalitionsvertrages zwischen FDP und CDU/CSU für die 17te Legislaturperiode, Seite 96, Zeile 4580 – 4582
Die Aufgabenfelder des Fonds für Opfer rechtsextremistischer Gewalt sowie des
Bündnisses für Demokratie und Toleranz sollen auf jede Form extremistischer
Gewalt ausgeweitet werden.
Ihr scheiss Assis!
…musste mal raus
„Seid alle friedlich“ [Update]
Sagte padeluun auf der Bühne zu den Demonstranten vor ihm. Aber was wäre schon eine Demo für die Polizei, wenn man nicht irgendwo „Chaoten“ hätte, die mit mal aus heiterem Himmel anfangen loszuprügeln?
Eine Sache bleibt dabei festzustellen: Das ist kein Einzelfall. Das passiert ständig auf Demos. Und ich bin ehrlich gesagt enttäuscht von der Demoleitung, dass außer „seid alle friedlich“ eben gar nichts kam. Kein „Solidarisiert euch“, kein „geht hin und dokumentiert“, kein „schafft Öffentlichkeit“. Da demonstriert man auch gegen üble Polizeipraktiken, gegen die Tatsache, dass Polizisten immer noch keine Erkennungsnummern tragen müssen, und trotzdem ballert einem die Naivität gepaart mit der Vorstellung einer guten Polizei nur so entgegen. Es ist wirklich, ganz ehrlich, zum kotzen.
Und wer noch ein wenig mehr Lust auf Polizeigewalt hat: [PDF] Chronik rassistischer Übergriffe der Polizei im Raum Berlin
Off-Topic:
Und für alle die, auch im Forum der PP, schon anfangen: „Warum läuft die Antifa eigentlich mit? Die machen doch nur Ärger!“ (ja sie machen Ärger)
Die Antifa war schon gegen §129a und für Erkennungszeichen bei der Polizei auf der Straße, als ihr noch Süddeutsche gelesen habt.
[Update]
Auf dem Video ist zu sehen, dass die Polizei wohl selbst gefilmt hat. Ich habe mal bei der Fraktion der Grünen und der FDP im Berliner Senat darauf hingewiesen, dass man sich doch bitte schnellstmöglich um den Verbleib dieses Videos erkundigen soll. Verschwindet ja mal immer gerne sowas.
Zu kurz gefasst
hat sich heute die taz mit ihrem Artikel über Kürzungen von Hartz 4 und den Folgen.
Die Folgen einer solchen völligen Kürzung kennt Erwerbslosenberater Frank Jäger aus seiner alltäglichen Praxis. „Mietschulden, Stromsperren, fehlende Mobilität und Mangelernährung“
Wer einmal als Zivi in einem Obdachlosenwohnheim gearbeitet hat, und sei es nur für 3 Wochen gewesen wie es bei mir der Fall war, weiß, dass die vollständige Kürzung des ALG2 Regelsatzes + Miete noch etwas ganz anderes heißen kann und das nicht selten.
Die Folge heißt Obdachlosigkeit. Die kann in Deutschland nämlich in solchen Fällen durchaus hausgemacht sein. Ich weiß gar nicht wieviele schusselige Typen ich in dieser kurzen Zeit gesehen habe, die quasi nur wegen ihrer Art Dinge durcheinander zu bringen oder zu vergessen auf der Straße gelandet sind. Im schlimmsten Fall sind sie mit der Gewissheit aus der Wohnung zu fliegen dann sogar noch ins nächste Jobcenter gegangen, sind ausgerastet, haben Hausverbot bekommen und haben damit ohne fremde Hilfe noch nicht einmal die Chance wieder zu einer Wohnung zu kommen. Das ist imho das wirklich perfide an der ganzen Geschichte.
Liebe tagesschau…
Das meint ihr doch wirklich nicht mehr ernst oder?
Die Schuldigen beim Problem der Endlagerlösung für Atommüll
…sind:
*trommelwirbel*
Umweltschützer und Umweltminister Sigmar Gabriel!
Diese lupenreine Analyse präsentierte heute:
*trommelwirbel*
Bundeskanzlerin Angela Merkel!
Gleichzeitig räumte sie ein, dass die Große Koalition keine Endlagerlösung für Atommüll gefunden hat. Dafür seien aber der sozialdemokratische Umweltminister Sigmar Gabriel und Atomkraftgegner verantwortlich.
Ich werd nicht mehr.
via tagesschau.de
Kürzen wirs doch einfach mal auf 250 Euro
Martin Lindner von der Berliner FDP hat gefordert, dass der heutige Alg II Satz um 30% gekürzt wird. Das wären dann genau 251,30 €, die da übrig bleiben.
Denen [Menschen, die Arbeitslosengeld 2 beziehen] kann ich nicht genau so viel überweisen wie einem, der morgens aufsteht und Busfahren geht. Das ist nicht gerecht.
Und damit hast du völlig recht.
Nur irgendwas an deinem Gedankengang kommt mir eigenartig vor.
Lieber Martin,
weil die Person, die arbeiten geht, genauso viel Geld erhält, wie eine Person, die Arbeitslosengeld II bezieht, forderst du, dass die Regelleistung gesenkt wird?
*einmal irgendwie wild den Kopf schüttel*
Ne nochmal,
der Regelleistungssatz soll gesenkt werden, damit der- oder diejenige, der/die arbeitet, mehr Geld erhält als ein Empfänger von Alg II?
Merkst du was? Nein? Ne, bei dir warte ich auch nicht mehr drauf.
via morgenpost
DoOf
Die Nürnberger Nachrichten leisten sich heute einen sehr guten Beitrag vom Herrn Dieter Schwab. Wirklich absolut total sehr gut.
Rein inhaltlich geht es um den Beitritt des Bundestagsabgeordneten Tauss in die Piratenpartei. Ich zitiere mal ganz frei.
Der Abgeordnete hat – das ist unstrittig – Kinderpornos besessen und tritt nun ausgerechnet mit der Begründung aus der SPD aus, die von der Großen Koalition beschlossenen Maßnahmen gegen solche widerwärtigen Bilder im Internet verletzten die Bürgerrechte.
Unter nicht vollständig grenzdebilen Menschen ist letzteres übrigens auch unstrittig.
Derzeit läuft das Verfahren gegen Tauss noch; aber diese Äußerung wird es dem Gericht nicht unbedingt leichter machen, Tauss die Rechtfertigung abzunehmen, er habe das Material nur für seine medienpolitische Arbeit im Parlament gesammelt.
Welche Äußerung? Die, dass die Internetzensur, die Bürgerrechte verletzt? Ja, sowas zu sagen ist auch schon ganz schön schlimm.
Auch die Piratenpartei, der es wesentlich um die Freiheit des Kopierens aus dem Internet geht, tut sich nach dieser Begründung mit der Aufnahme von Jörg Tauss keinen Gefallen.
1. Was die „Freiheit des Kopierens aus dem Internet“ ist, muss mir nochmal jemand erklären.
2. Es gibt bei der Piratenpartei leider noch keinen Personenschlüssel, der Menschen definiert, die hier nicht mitmachen dürfen. Aber der Dieter kann da sicher aushelfen.
Natürlich hat der Parlamentarier als unschuldig zu gelten, bis die Justiz ihr Urteil gesprochen hat.
Haben wir aber nochmal Glück gehabt Dieterlein, wa?
Trotzdem umweht die Mini-Gruppierung nun der Verdacht, sie wolle auch den freien Zugang zu Kinderpornos auf irgendwelchen Servern im Ausland aufrecht erhalten.
Der Satz impliziert mal wieder zwei Dinge, die in mancher Leute Köpfe einfach nicht reinwollen.
1. Es sind nicht irgendwelche Server im Ausland. Es sind ganz viele Server in Deutschland und im Ausland. Wie wär’s mit Bildungsstreik, mehr Personal und Ausstattung für die Polizei? Dann könnte man die Scheiße einfach ausm Netz kicken. Wie wärs mit Schnittstellen schaffen zu anderen Ländern um Kipomüll dort von den Servern zu putzen und Rechtsbeihilfe für Länder in denen keine ausreichenden Gesetze existieren, um das zu bewerkstelligen? Wär doch mal was.
2. Ja. Die Piraten fordern einen freien Zugang zum Internet. Lieber Dieter, wir setzen dir mal n Trichter mit Sachverstand gefüllt ein, damit auch du als allerletzter Voll*hust* mitbekommst, dass man nicht einfach anfängt Kommunikationswege zu zensieren, nur weil einem der Inhalt nicht passt. Ja Kipo ist scheiße. Ja der Müll gehört aus dem Netz. Aber dann doch bitte da aus dem Netz von wo er kommt. Forderst du auch durchgelichtete Briefe und Telefonate? Nein? Denk mal drüber nach warum. Meine Fresse.
Aber beide, der Noch-Abgeordnete und die Partei, wollten lieber ein paar schnelle Schlagzeilen:
Von wem Beitrittsanträge kommen, können wir leider nicht kontrollieren. Und: Ja, ein Bundestagsabgeordneter als Vertreter der PP im Bundestag fetzt – auch wenn ich die Motivation von Tauss noch nicht wirklich zu deuten weiß. Aber: So what?
Tauss, ehe er endgültig die politische Bühne verlassen muss und in der Bedeutungslosigkeit versinkt, und die Piraten, um sich vor der Bundestagswahl im Herbst ins Gespräch zu bringen. Das ist zwar gelungen; aber spätestens nach dem Urnengang wird man von beiden nichts mehr hören. Und das ist gut so – für die politische Kultur.
Ja, weniger Vielfalt ist für die politische Kultur ganz hervorragend. Geh …
via nn-online.de
Von grünen und roten Karten
…handelt ein Artikel bei tagesschau.de über die Vorbereitungstrainings zu Amokläufen an Schulen in den USA. Während ich mich einerseits frage, ob man vielleicht auch die Einrichtung von Toleranzcamps (Camp, Camp, Camp, Camp!) als Präventivmaßnahme in Erwägung gezogen hat, frage ich mich andererseits, welche Definition von Sicherheit der Korrospondent des HR und die SchulleiterInnen eigentlich im Kopf haben.
Ziel dabei ist: Jeder soll innerhalb von zwei Minuten in einem Klassenzimmer, einem Büro oder sonst einem sicheren Raum sein, in den ein bewaffneter Amokläufer nicht rein kann, sagt Kenna Nolan, die das Sicherheitsprogramm der Schule leitet.
Klassenzimmer? Sicherer Raum? Haben die da Stahltüren als Innendekor? Da würde sich der oder die AmokläuferIn (sind ja zumeist männlich, aber nicht das sich jmd vergessen fühlt :D) dann vielleicht selbst mit nem Querschläger umnieten, aber bei Holztüren? Ist ja nicht so, dass die Amokläufer so konservativ sind wie in Deutschland und nur Pistolen mitbringen.
[…] der Lehrer [geht] ganz schnell raus auf den Gang und holt alle Schüler, die auf dem Gang sind, ins Zimmer“, beschreibt Dustin die Übung. „Dann schließt er die Türen ab und verriegelt und verdunkelt alle Fenster. Und alle Schüler müssen an die Wand, in eine Position, wo man von außerhalb des Raumes nicht gesehen werden kann.“
Das ist wirklich sehr durchdacht. Als Amateuramokläufer würde ich bevors losgeht mir a) den Raumplan ansehen oder b) vorher noch einmal ums Haus gehen und gucken wo unterrichtet wird und mir mindestens einen Raum merken. Oder ich schaue einfach wo die Fenster verdunkelt sind.
„Der Lehrer geht selber in Deckung“, sagt der Austauschschüler. Bevor er das macht, lege er aber eine Karte draußen auf den Gang – entweder eine rote oder eine grüne Karte. „Die grüne Karte sagt, dass es keine Verletzten gibt, und die rote sagt, dass es Verletzte oder einen Notfall in dem Raum gibt.“ Die Karten gäben anrückenden Polizisten Orientierung, sodass diese dann sofort Hilfe leisten könnten.
Ich glaube, wenn ich mich entscheiden müsste, wäre das der blödeste Teil des ganzen „Konzepts“. Ohne Worte.
Mehr davon!
Die Leiden des jungen Catalyst
Linux und Grafiktreiber ist ja schon seit eh und je ein heikles Thema, insbesondere wenn es darum geht 3D-Funktionen des Chips konsequent auszunutzen. Denn die freien Treiber hängen ihren Pendants zumindest in diesem Segment noch um wasauchimmer hinterher. Die propriäteren Alternativen, bei AMD/ATI seit einiger Zeit „catalyst“ genannt, sind aber nicht wirklich der Heiland in Bits und Bytes.
Obwohl ich persönlich seit der Übernahme von ATI durch AMD etwas mehr Vertrauen in die Entwicklung dieses Treibers setze, ist vor allem eines festzustellen: Features werden auf Kosten anderer Features eingebaut.
Und das sehe nicht nur ich so, sondern auch einige Entwickler bei Archlinux. Der catalyst Treiber wurde deswegen von extra nach AUR verschoben, was soviel heißt, dass man das Paket selber kompilieren und einpflegen muss, da es über den Systempaketmanager (in diesem Fall pacman) nicht mehr zu erreichen ist. Als ich vor 2 Tagen catalyst aktualisieren wollte, hat mich das ein wenig aufgeregt. Inzwischen kann ich den Schritt aber nachvollziehen.
Ungefähr seit Catalyst 8.7 (erschienen im Juli 2008) war es nicht mehr möglich das entsprechende module (fglrx) zu laden. Zumindest nicht bei meinem R350 Radeon 9600 Mobility Grafikchip. Und mit diesem Problem stand ich nicht alleine da. Das schöne ist, dass der Treiber offiziell diese Karte weiter unterstützte. Trotzdem brach das Laden des Modules beharrlich mit „Cannot allocate memory“ ab. Dieses Verhalten zog sich bis zum Catalyst 9.2 bei mir hin (also bis Februar 2009). Erst zu diesem Zeitpunkt wurde der Fehler behoben. Das heißt also, dass ich seit ungefähr 6 Monaten diesen Treiber auch nicht aktualisieren durfte. Da der Catalyst allerdings auch seine eigene libgl mitbringt, gibt es arge Probleme, denn von libgl (und von einer halbwegs aktuellen Version) sind eine ganze Reihe von Programmen abhängig. Mit der Zeit landeten also immer mehr Systemkomponenten (u.a. auch hal, dbus, etc. pp.) auf der Ignorelist das Paketmanagers, was bei einer bleeding-edge Distro wie Archlinux natürlich halsbrecherisch ist. Im Dezember 2008 musste ich deswegen zwangsweise auf den freien Treiber wechseln.
Im Februar kam dann die Erlösung. Der Fehler wurde behoben. Und zwar genau für höchstens 2 Monate (den 9.3 hab ich nicht getestet). Denn der Catalyst 9.4 produziert wieder den selben Fehler. ES IST ZUM HEULEN!
Die Arch Entwickler beschreiben das ganz passend:
[...] AMD just wanted to break things at will, because their approach is very strange, break some things to improve others.
Wer jetzt wie ich spaßeshalber den 9.4 aus AUR installiert hat, findet sich also ganz unverblühmt ohne grafische Oberfläche wieder. Nun ist die Wiederherstellung des alten Zustandes für all diejenigen, die ihren Paketcache nicht allzu häufig leeren kein Beinbruch. Für alle anderen wirds schwierig.
In /var/cache/pacman/pkg finden sich alte Pakete wieder. Mit pacman -U [paketname] sind die schnell wieder drin und alles geht wieder. Nur das ignorieren von Paketen fängt jetzt wieder an. Es ist eine Farce.
Für all die, die ordentlich sind und den Cache regelmäßig säubern, habe ich die Version 9.2 i686 mal hochgeladen.
siehe Seite Archlinux Pakete
Ansonsten hoffe ich wie viele andere wahrscheinlich darauf, dass AMD sich im Juni, Juli irgendwann da so entscheidet, dem offiziellen Produktsupport auch Folge zu leisten.
Danke AMD!
Update:
Wie man auf Phoronix nachlesen kann wurde im Catalyst 9.4 einfach der Support für R300-500 Chips gedroppt. Das erklärt natürlich einiges und wird mich in absehbarer Zeit auf den freien Treiber festnageln. Wie ich mich schon freue :/.
